EU ANTI-POVERTY STRATEGY

EU ANTI-POVERTY STRATEGY

EU-Anti-Armut-Strategie: Jetzt braucht es konkrete Taten

Im Mai 2026 will die Europäische Kommission erstmals eine EU‑weite Anti‑Armut‑Strategie vorlegen. Dieser Schritt kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Mehr als 93 Millionen Menschen in der EU – darunter fast jedes vierte Kind – sind von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Trotz dieser alarmierenden Zahlen fehlt es bislang an einer umfassenden, kohärenten Antwort auf EU‑Ebene.

Das European Anti-Poverty Network (EAPN) und seine Partnerorganisationen begrüßen die Ankündigung der Strategie, kritisieren jedoch, dass Armutsbekämpfung in vielen aktuellen EU‑Politiken nicht ausreichend berücksichtigt wird. Statt Armut systematisch in alle Politikbereiche einzubeziehen, wird sie oft auf die kommende Strategie verschoben – bei gleichzeitig sinkenden finanziellen Mitteln für soziale Inklusion im neuen EU‑Budget.

EAPN fordert daher eine ambitionierte, menschenrechtsbasierte EU‑Anti‑Armut‑Strategie, die:

  • strukturelle Ursachen von Armut angeht,
  • alle betroffenen Menschen einbezieht – auch besonders marginalisierte Gruppen,
  • ausreichend finanziert ist und
  • mit anderen EU‑Politiken wie dem Europäischen Sozialfonds, der Europäischen Kindergarantie und dem Sozialen Pfeiler verknüpft wird.

Zentral ist außerdem die echte Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrung sowie von Zivilgesellschaft, Sozialorganisationen und Gewerkschaften. Die Bekämpfung von Armut darf nicht auf dem Papier bleiben – sie braucht verbindliche Ziele, konkrete Maßnahmen und starke lokale Akteure.

👉 Mehr dazu und zu den Forderungen der Zivilgesellschaft: European Anti-Poverty Network (EAPN)

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