KINDERARMUT

Kinderarmut

2017 waren in Salzburg 22% der Kinder bis 19 Jahre armutsgefährdet. Das sind 24.000 betroffene Kinder und Jugendliche. Je jünger die Kinder sind, desto höher ist die Armutsgefährdung für die jeweilige Familie - nicht zuletzt wegen Einkommenseinbußen aufgrund von Betreuungspflichten. Im Durchschnitt sinkt die Armutsgefährdung der Familie mit zunehmendem Alter der Kinder. Eine flächendeckende, kostenfreie und qualitativ hochwertige frühkindliche Betreuung wäre daher eine wirksame Maßnahme um Kinderarmut zu vermeiden. Darüber hinaus sind flächendeckende Angebote der Elementarbildung essentiell für die Bildung und Chancengleichheit unserer Kinder, etwa auch, um der Vererbung von Bildungsdefiziten entgegenzuwirken und somit spätere Armut vorzubeugen. Aber auch die Schaffung eines leistbaren Wohnraumes und ein wirksames Bremsen der hohen Mietkosten ist unumgänglich, wenn es darum geht Familienarmut zu bekämpfen. Denn Kinderarmut ist Familienarmut.

MONETÄRE GRUNDSICHERUNG

Monetäre Grundsicherung

Seit 1.Juni 2019 ist das neue Soziahilfe Grundsatzgesetz in Kraft. Bis 1.1.2020 haben die Bundesländer Zeit, Ausführungsgesetze, die sich auf das Rahmengesetz des Bundes beziehen, zu erlassen. Bis dahin gilt die Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) als unterstes soziales Netz, das Menschen vor Armut bewahren soll. Bei der Einführung der Mindestsicherung im Jahr 2010 hat man sich auf Mindeststandards geeinigt, die ein Mensch in Österreich zum Überleben brauchen darf. Neben der Ausgleichszulage in der Pensionsversicherung (sogenannte „Mindestpension“) stellt die BMS die bedeutsamste Fürsorgeleistung dar. Sie soll für einen stetig wachsenden Kreis von Personen eben jenes bescheidene Existenzminimum garantieren, das Arbeitsmarkt und vorgelagerte Sicherungssysteme nicht gewähren.

 

WOHNEN

Wohnen

Wohnen ist ein zentrales Grundbedürfnis. Es steht für Sicherheit und ist ein wichtiger Rückzugsort. Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir in unserem Zuhause. Eine Wohnung ist eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe an der Gesellschaft. Eine Meldeadresse ist unabdingbar  für die Arbeitssuche, aber auch für die Wahrung rechtlicher Ansprüche oder die Eröffnung eines Kontos.