THEMENWOCHE FÜR JUGENDLICHE 2027

Wie erleben junge Menschen soziale Ungleichheit? Wie wirken sich gesellschaftliche Herausforderungen auf Jugendliche aus? In einer Zeit, in der soziale Spaltungen zunehmen und Zukunftsfragen drängender werden, stellt sich die Frage: Wie können Jugendliche gestärkt werden, um ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten?

Über 1,7 Millionen Menschen in Österreich sind armuts- und ausgrenzungsgefährdet – rund 411.000 davon sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Ihre Bedürfnisse und Ängste bleiben oft unbeachtet.

Die Themenwoche für Jugendliche bringt Bewusstsein für diese sozialen Herausforderungen. Jugendliche erhalten die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema Armut auseinanderzusetzen und Strategien zu deren Bekämpfung kennenzulernen. Dabei werden von Armut geprägte Lebensrealitäten sichtbar gemacht und Zugänge geschaffen, um Empathie zu fördern. Gesellschaftliche Zusammenhänge, die zu diesen Bedingungen führen, werden diskutiert – nicht abstrakt, sondern konkret. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann eine gerechtere Gesellschaft gestaltet werden – und welche Rolle spielen junge Menschen dabei?

Die Woche richtet sich an Schulen, Jugendgruppen und Bildungseinrichtungen. Die angebotenen Workshops sind interaktiv gestaltet und beinhalten Diskussionen, Rollenspiele und praktische Übungen, um den Jugendlichen ein tiefes Verständnis für das Thema zu vermitteln.

20 Organisationen wirken an 22 verschiedenen Workshops und weiteren Bildungsformaten mit, die vom 8. bis 12. Februar 2027 angeboten werden. Diese Woche lädt dazu ein, Perspektiven zu wechseln, Fragen zu stellen und gemeinsam Antworten zu finden.

Anmeldeschluss ist der Donnerstag, 14. Jänner 2027

WORKSHOPS FÜR SCHULKLASSEN UND ANGEBOTE IN JUGENDZENTREN

1. AKyoung - Fair:teilen

Armut hat viele Gesichter und sie kann jede und jeden treffen! Wer über Armut spricht, der muss auch über Reichtum reden: Daher widmen wir uns auch diesem Thema. In diesem Workshop lernen Jugendliche auf spielerische und verständliche Weise, was Armut bedeutet und wie sie Menschen auf der ganzen Welt betrifft. Durch interaktive Aktivitäten und Geschichten erfahren die Kinder, wie sie Empathie und Mitgefühl entwickeln können und warum es wichtig ist, anderen zu helfen.

Die Schüler:innen werden den Unterschied zwischen Einkommen und Vermögen kennenlernen und Beispiele für beide Begriffe nennen. Sie erkennen, dass (auch gleiche) Lohnarbeit unterschiedlich bezahlt wird und dass man trotz Arbeit auch in Österreich armutsgefährdet sein kann (Working Poor). Zudem diskutieren sie über die umverteilende Rolle des Staates und lernen verschiedene Formen von Armut kennen und beschreiben.

Inhalte: Einkommen, Vermögen, Working Poor, Umverteilung, Armutsformen

Zielgruppe:8. bis 10. Schulstufe aller Schultypen
Termin: Do, 11.02.2027, 8:30–11:00 oder 13:00–16:00 Uhr
Ort: Jugendworkshopraum der AK Salzburg, Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg

2. akzente Jugendinfo - Fit für deine Finanzen

Im Workshop Fit für deine Finanzen setzen wir uns spielerisch und interaktiv mit dem Thema Finanzkompetenz auseinander. Es gibt zwei Workshop-Modelle, die sich je nach Altersgruppe unterscheiden.

Jugendliche ab 13 Jahren (= 3. Unterstufe): In interaktiven Methoden legen wir den Fokus auf Geld, Kosten im Alltag und die ersten Einnahmen im jungen Alter, wie z.B. Taschengeld, Ferienjob und Lehrlingsgehalt. Den Jugendlichen wird vermittelt, Einnahmen und Ausgaben realistisch einzuschätzen, Schuldenfallen zu erkennen und verantwortungsvoll mit Geld umzugehen.

Jugendliche ab 15 Jahren (Oberstufe): Aufbauend auf den Grundlagen werden im Workshop je zwei von vier Modulen schwerpunktmäßig behandelt:

  • Kosten, Konsum und Schulden im Alltag
  • Geld managen – von heute bis zur Pension
  • Shoppen, Zocken, Zahlen
  • Sparen, investieren, absichern

Ziel beider Workshops ist es, Finanzkompetenz zu stärken und Jugendliche zu einem bewussten, kritischen und selbstbestimmten Umgang mit Geld zu befähigen.

Die Workshops finden ab einer Gruppengröße von 15 Personen statt.

Inhalte: Finanzkompetenz, Umgang mit Geld

Zielgruppe:ab 13 Jahren
Termin:Montag, 08.02.2027, 09:00-11:00 Uhr; Mi, 10.02.2027, 13:00-15:00 Uhr
Ort:akzente Salzburg, Glockengasse 4C, 5020 Salzburg

3. Anti-Diskriminierungsstelle in der Stadt Salzburg und Inklusionsbotschaft Salzburg - Armut und Behinderung

Wie fühlt es sich an, wenn Geld knapp ist – und gleichzeitig Barrieren den Alltag bestimmen? Dieser Workshop verbindet fundiertes Wissen der Anti‑Diskriminierungsstelle mit persönlichen Erfahrungen der Inklusionsbotschaft.

Schüler:innen erfahren, wie finanzielle Einschränkungen und Barrieren entstehen können, wo Diskriminierung beginnt und welche Perspektiven helfen, Situationen besser zu verstehen. Der Workshop bietet Raum für Austausch und Fragen und lädt dazu ein, gemeinsam darüber nachzudenken, wie ein respektvolles und sensibleres Miteinander gelingen kann.

Ziel des Workshops:

  • Verständnis dafür stärken, was Armut bedeutet und wie sie entsteht
  • Zusammenhang zwischen Armut und Behinderung sichtbar machen
  • Diskriminierungsmechanismen erkennen und reflektieren
  • Begegnung auf Augenhöhe ermöglichen: Menschen mit Behinderung als Expert:innen
  • Stärkung von Empathie, Solidarität und Handlungskompetenz

Inhalte: Armut, Ausgrenzung, Vorurteile, Solidarität

Workshopleitung:Selina Oberortner und Expertise von der Inklusionsbotschaft Salzburg
Zielgruppe:7. bis 8. Schulstufe
Termin:Mi, 10.02.2027, 9:00-12:00 Uhr oder Mi, 10.02.2027, 13:00-16:00 Uhr
Ort:ABZ: Haus der Möglichkeiten, Kirchenstraße 34, 5020 Salzburg

4. Die Kinderfreunde Salzburg

STRASSWALCHEN

Im Jugendzentrum Straßwalchen steht mehrere Tage lang das Thema Kinderarmut im Mittelpunkt. Während der Öffnungszeiten setzen sich die Jugendlichen kreativ und praxisnah mit Fragen von Armut und Reichtum auseinander. In einem Collage-Projekt reflektieren sie persönliche Vorstellungen von „Reichtum“ sowie ihre Wünsche für sich und andere Kinder.

Ergänzend lernen die Jugendlichen das „Spiel des Lebens“ der kija kennen, ein interaktives Format mit Rollen-, Schicksals- und Jokerkarten, das Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten ermöglicht.

In einer Budget-Challenge planen die Jugendlichen mit einem begrenzten Wochenbudget Ausgaben für Essen, Kleidung und Freizeit. Beim Warenkorb-Spiel wird konkret erfahrbar, welche Lebensmittel mit einem kleinen Budget leistbar sind. Gemeinsam wird ein Gericht ausgewählt, eingekauft, gekocht und gegessen.

Datum: 09.–12. Februar 2027
Ort: JUZ Straßwalchen, Braunauer Straße 6, 5204 Straßwalchen
Zielgruppe: Jugendliche


EUGENDORF

Im Workshop setzen sich Jugendliche gemeinsam mit dem Thema Armut auseinander. Dabei werden grundlegende Fragen geklärt: Was bedeutet Armut? Wer ist betroffen? Und wie zeigt sich Armut in Österreich und konkret in Eugendorf?

Die Jugendlichen sind eingeladen, ihre eigenen Wahrnehmungen, Erfahrungen und Gedanken einzubringen und sich im Austausch mit Themen wie sozialer Ausgrenzung und Stigmatisierung auseinanderzusetzen.

Am Beispiel der Eugendorfer Tafel erhalten die Teilnehmenden Einblicke in konkrete Unterstützungsangebote, deren Organisation und Finanzierung sowie die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit. Abschließend gestalten die Jugendlichen ein Plakat, das der Tafel übergeben wird. Optional ist ein gemeinsamer Besuch vorgesehen.

Datum: Freitag, 12. Februar 2027
Ort: JUZ Eugendorf, Hammermühlstraße 5, 5301 Eugendorf
Zielgruppe: Jugendliche


OBERNDORF & STREETWORK

Gemeinsam mit dem Streetwork-Team wird ein Flohmarkt organisiert, bei dem Jugendliche ihre eigenen Gegenstände verkaufen und die Einnahmen selbst behalten können. Das Projekt greift die zunehmende Bedeutung von Armut im Alltag vieler junger Menschen auf und schafft zugleich eine konkrete Handlungsmöglichkeit.

Zusätzlich werden Sachspenden gesammelt und im Rahmen des Flohmarkts verkauft. In Kooperation mit lokalen Partnern wie der Freiwilligen Feuerwehr und sozialen Einrichtungen sollen die Einnahmen gezielt für unterstützende Maßnahmen in der Gemeinde eingesetzt werden.

Datum: Samstag, 06. Februar 2027 (bitte Datum ggf. prüfen)
Ort: JUZ Oberndorf & Streetwork, Joseph-Mohr-Straße 4a, 5110 Oberndorf bei Salzburg
Zielgruppe: Jugendliche


BÜRMOOS

Im Jugendzentrum Bürmoos findet ein Kleidertauschbasar statt. Jugendliche bringen gut erhaltene Kleidung mit und tauschen diese gegen neue Lieblingsstücke. Dabei werden nachhaltiger Konsum und Ressourcenschonung praktisch erfahrbar.

Begleitend steht der gesamte Monat Februar unter dem Schwerpunkt Armut und Reichtumsverteilung. In Gesprächen und Aktivitäten setzen sich die Jugendlichen mit globalen und lokalen Dimensionen sozialer Ungleichheit auseinander und diskutieren Möglichkeiten für mehr Chancengerechtigkeit.

Datum: 08., 11. & 12. Februar 2027
Ort: JUZ Bürmoos, Ignaz-Glaser-Straße 60, 5111 Bürmoos
Zielgruppe: Jugendliche


G2G – GET2GETHER

Unter dem Titel „Stimmen gegen Armut“ setzen sich Jugendliche in einem offenen, partizipativen Workshop mit ihren eigenen Lebensrealitäten auseinander. Themen wie Alltag, finanzielle Belastungen, Ausgrenzung und Teilhabe stehen im Mittelpunkt.

Die Jugendlichen sammeln ihre Erfahrungen, Gedanken und Ideen und bringen diese ins Gespräch ein. Optional können anonyme Audiostatements aufgenommen werden. Daraus kann eine Audiocollage oder ein Radiobeitrag entstehen, der die Perspektiven junger Menschen hörbar macht.

Datum: Mittwoch, 10. Februar 2027, 15:00–19:00 Uhr
Ort: JUZ Get2Gether, Fürbergstraße 30, 5020 Salzburg
Zielgruppe: Jugendliche


BISCHOFSHOFEN

Über mehrere Tage hinweg setzen sich Jugendliche im Rahmen einer Aktionswoche intensiv mit dem Thema Armut auseinander. Plakate mit unterschiedlichen Fragestellungen laden dazu ein, eigene Gedanken und Erfahrungen festzuhalten und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Rollenspiele und alltagsnahe Szenarien machen unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar. In anschließenden Diskussionsrunden werden diese reflektiert, Vorurteile hinterfragt und mögliche Lösungsansätze entwickelt. Die Ergebnisse werden dokumentiert und über Social Media sichtbar gemacht.

Datum: 09.–13. Februar 2027
Ort: Jugendtreff Chillbase, Molkereistraße 10, 5500 Bischofshofen
Zielgruppe: Jugendliche


ALTENMARKT

Im Jugendzentrum Altenmarkt setzen sich Jugendliche kreativ mit dem Thema Armut auseinander. Sie gestalten Plakate, auf denen sie ihre Vorstellungen, Beobachtungen und Erfahrungen festhalten. Ergänzend werden verschiedene Armutsdefinitionen sowie das Konzept der Armutsgefährdung thematisiert.

Für jüngere Kinder wird Armut kindgerecht aufgearbeitet, unter anderem durch das Basteln großer Würfel, die als visuelle Elemente im Raum präsentiert werden. Die Ergebnisse bleiben als Ausstellung im Jugendzentrum sichtbar.

Datum: 03. Februar 2027
Ort: JUZ Altenmarkt, Michael-Walchhofer-Straße 6, 5541 Altenmarkt im Pongau
Zielgruppe: Kinder & Jugendliche


RADSTADT

Im Jugendzentrum Radstadt startet ein längerfristiges Projekt unter dem Motto „Gib, was du kannst – nimm, was du brauchst“. Gemeinsam mit den Jugendlichen wird ein Korb gestaltet und befüllt, aus dem bei Bedarf Hygieneartikel entnommen werden können.

Das Projekt sensibilisiert für versteckte Formen von Armut im Alltag und fördert Solidarität. Befüllt wird der Korb durch freiwillige Spenden und durch gemeinsam gesammeltes Pfand.

Datum: Start am Mittwoch, 10. Februar 2027, ab 16:00 Uhr
Ort: JUZ Radstadt, Salzburger Straße 1, 5550 Radstadt
Zielgruppe: Jugendliche


KAPRUN

Im Workshop „Unsichtbare Kosten – Was kostet ein Monat wirklich?“ setzen sich Jugendliche mit den oft übersehenen Ausgaben des Alltags auseinander. Ziel ist es, ein realistisches Verständnis von Budgetplanung zu entwickeln und sichtbar zu machen, warum finanzielle Einschränkungen viele Lebensbereiche betreffen.

Gleichzeitig wird Armut nicht individualisiert, sondern im Zusammenhang mit strukturellen Bedingungen betrachtet. Die Jugendlichen stärken ihre Recherchekompetenz und entwickeln Ideen, wie sie im eigenen Umfeld sensibel mit dem Thema umgehen können.

Datum: 12. & 13. Februar 2027, jeweils 17:00–20:00 Uhr
Ort: Jugendzentrum Kaprun, Augasse 6a, 5710 Kaprun
Zielgruppe: 12–18 Jahre

5. Die Tafel Österreich - Ernährungsarmut versus Ernährungssouveränität

Armut betrifft auch in Österreich viele Menschen – oft mitten in unserer Gesellschaft. Doch was bedeutet Armut konkret, wenn es um unser tägliches Essen geht? In diesem interaktiven Workshop der Tafel Österreich setzen sich Jugendliche auf spielerische Weise mit den Themen Ernährungsarmut, Lebensmittelrettung und sozialer Gerechtigkeit auseinander.

Wir zeigen den Jugendlichen die direkte Verbindung zwischen Armutsbekämpfung und Lebensmittelrettung. Warum werfen wir genießbare Nahrung weg, während andere sich nicht ausreichend ernähren können? Jedes verschwendete Lebensmittel ist eine verpasste Chance, solidarisch zu sein – das gilt für den Supermarkt genauso wie für den eigenen Kühlschrank.

Aktuell sind in Österreich rund 1,5 Millionen Menschen armutsgefährdet. Viele von ihnen sind von Ernährungsarmut betroffen – sie können sich eine ausgewogene, gesunde Ernährung schlicht nicht leisten. Der Workshop schlägt die Brücke von Ernährungsarmut zur Ernährungssouveränität: Wie schaffen wir es, dass alle Menschen selbstbestimmt und gesund essen können?

Anhand spannender Quizformate und überraschender Fakten erfahren die Teilnehmer*innen, warum der Zugang zu frischen Lebensmitteln eine Frage der Gerechtigkeit ist. Wir sprechen darüber, wie wichtig gute Ernährung für Körper und Geist ist, und hinterfragen vorurteilsfrei die Hürden, die armutsbetroffene Menschen im Alltag erleben. Die Jugendlichen lernen die Arbeit der Tafel kennen – von der Logistik der Lebensmittelrettung über die Versorgung von armutsbetroffenen Menschen, bis hin zum verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD).

Das Highlight: Wir werden selbst aktiv! Bei praktischen Experimenten mit geretteten Lebensmitteln erleben die Jugendlichen, dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen richtig Spaß machen kann, das Gemeinschaftsgefühl stärkt und im Kleinen wie im Großen solidarisch wirkt.

Ziel des Workshops ist es, Wissen über das Zusammenspiel von Ernährungsarmut und Lebensmittelrettung zu vermitteln, Empathie zu fördern und Jugendliche zu ermutigen, als Lebensmittelretter*innen Teil einer gerechteren Gesellschaft zu werden.

Datum:

Montag, 08. Februar 2027:

  • Slo 1: 8:30 bis 10:00
  • Slot 2: 10:30 bis 12:00
  • Slot 3: 13:30 bis 15:00

Dienstag, 09. Februar 2027:

  • Slot 4: 8:30 bis 10:00
  • Slot 5: 10:30 bis 12:00
  • Slot 6: 13:30 bis 15:00

Ort: Pädagogische Hochschule Salzburg, Akademiestraße 23-25, 5020 Salzburg

6. Friedensbüro Salzburg - Young Peace Builder - zu Frieden lernen

Was ist eigentlich Frieden und wie kann man sich als junger Mensch für Frieden einsetzen? Der Workshop soll dazu einladen, unterschiedliche Formen der Friedensarbeit kennenzulernen. Gänzlich abseits von Waffen und Militarisierung.

Der Workshop beschäftigt sich mit den Themen Frieden und Friedensarbeit - im Kontext von Prävention (damit z.B. ein Konflikt sich nicht verschärft), humanitärer Hilfe (in einem Krieg) oder Nachsorge (nach einem Krieg).

Anhand von Young Peace Builders-Portraits, die ein junges Team im Friedensbüro Salzburg erarbeitet haben, lernen die Schüler*innen verschiedene junge Gründer*innen und Mitarbeiter*innen von Friedensprojekten kennenlernen, die einen wichtigen Beitrag für Frieden leisten.

Die Schüler*innen erfahren über welche Mittel die „Young Peace Builders“ in ihrer Friedensarbeit verfügen, welche Rückschläge ihnen begegnen, und wie sie Kraft tanken, um weiterzumachen. Unser Ziel ist es, neue Perspektiven zu eröffnen und zu inspirieren. Wir wollen Interesse wecken, mehr über die vielfältigen Möglichkeiten von friedensfördernden Engagements herauszufinden.

Inhalte: Friedensarbeit, Engagement, Konfliktprävention

Workshopleitung:Barbara Sieberth und Juliana Krohn
Zielgruppe:ab der 6. Schulstufe
Termin:Mo 08.02. - Do 11.02. vormittags möglich, 3 Schulstunden lang (3UE)
Ort:an der jeweiligen Schule

7. kija Salzburg - Spiel des Lebens

Das „Spiel des Lebens“ soll für das Thema Armut, aber auch für die Rechte von Kindern und Jugendlichen sensibilisieren. Denn: Alle Kinder haben das Recht auf Leistungen der sozialen Sicherheit, bestmögliche Förderung und Entwicklung, einen angemessenen Lebensstandard und das Recht auf Freizeit und Spiel. So ist es in zahlreichen Artikeln der UN-Kinderrechtskonvention festgehalten.

Trotzdem wird Armut in unserer Gesellschaft tabuisiert, statt sie an den Wurzeln zu packen, wird die Verantwortung im politischen Diskurs oft auf die Betroffenen abgewälzt. Armut ist etwas, was den anderen passiert, die daran auch irgendwie „selbst Schuld“ sind. Kinder aus sozial benachteiligten Familien spüren diese Schuldzuweisungen und reagieren mit Scham.

Mit dem Spiel des Lebens will die kija aufzeigen, dass Armut jede:n treffen kann und oft von äußeren Ereignissen und Schicksalsschlägen abhängt. Das Rollenspiel ist ein interaktiver Einstieg zum Thema Armut. Es ermöglicht Jugendlichen und Erwachsenen, ein Verständnis für Armut, unterschiedliche Lebensbedingungen, Ungleichheiten und Diskriminierung zu entwickeln. Mit Schicksalskarten erleben die Teilnehmer:innen einen Perspektivenwechsel, sowie welche Faktoren sich als hemmend oder förderlich erweisen.

Inhalte: Kinderrechte, Armut, Perspektivenwechsel (Rollenspiel)

Workshopleitung:Barbara Erblehner-Swann
Zielgruppe:ab der 7. Schulstufe
Termin:Mittwoch, 10.02., 09:00–12:00 Uhr
Ort:kijja Salzburg, Michael Pacher Straße 27, 5020 Salzburg

8. LEA - Gleichstark - Geschlechtergerechtigkeit macht Schule

Berufswahl, die Aufteilung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit sowie Karrierewege werden in Österreich häufig vom Geschlecht mitbestimmt. Daraus resultieren ökonomische Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen, im schlimmsten Fall Armut.

Wir wollen durch österreichweite Projekte, wie unsere LEA-Schulbesuche ab der 7. Schulstufe Gleichstellungsthemen in die Klassenzimmer bringen, Bewusstsein schaffen für den Einfluss von Geschlechterstereotypen auf Alltag und Berufswahl und Möglichkeitsräume eröffnen.

Mit einem interaktiven Methodenmix (Videos, Quiz, Q&A) und genügend Raum für Dialog kommen wir gerne für 2 Unterrichtseinheiten in Ihre Klasse(n) und arbeiten zu den Themen Geschlechtergerechtigkeit, Empowerment und Berufsorientierung. Unser Ziel ist es, ein tieferes Bewusstsein für die Wichtigkeit von Gleichstellung zu schaffen und zugleich einen offenen und respektvollen Dialog zwischen den Schüler:innen zu fördern. 

Inhalte: Gleichstellung, Empowerment, Berufsorientierung

Zielgruppe:ab der 7. Schulstufe
Termin:Dienstag, 04.11. oder Donnerstag, 06.11.2025, jeweils vormittags (2 UE)
Ort:LEA führt den Workshop in der Schule durch.

9. M7 inklusive Kunst: Atelier, Galerie (Lebenshilfe) - Inklusiver Kreativworkshop

M7 inklusive Kunst ist ein Angebot der Lebenshilfe Salzburg.

Hier kommen Künstler:innen und Kunstinteressierte mit und ohne Behinderungen zusammen um gemeinsam kreativ zu sein und Kunst zu genießen.

Wir öffnen unsere Türen für alle, die Lust auf Begegnung, Inspiration und kulturelle Teilhabe haben. Bei uns verschmelzen Kunst und Gemeinschaft zu einem Raum, in dem Vielfalt gelebt wird. Wir laden euch herzlich zu einem inklusiven Workshop-Vormittag in unserem Atelier ein. Es wird mehrere Kreativ-Stationen geben, die von Künstler:innen mit Behinderungen angeleitet werden.

Sammelt beim gemeinsamen Kreativsein inklusive Erfahrungen und tauscht euch mit den Künstler:innen aus.

Inhalte: Inklusive Erfahrungen sammeln, Barrieren (im Kopf) abbauen, Wertschätzender Austausch

Zielgruppe:ab der 6. Schulstufe
Termin:Do, 11.2.2027 entweder 15 Personen 9:00 - 11:45 Uhr

oder 2x 15 Personen 9-10:15 Uhr und 10:30-11:45 Uhr

Ort:M7 inklusive Kunst, Moosstraße 7, 5020 Salzburg

10. MISCHA – Medien in Schule und Ausbildung - Behind the News – Journalist:innen treffen Jugendliche

11. Pro Mente Salzburg - Verrückt? Na und!

Psychische Gesundheit ist ein Thema, das uns alle betrifft – besonders junge Menschen stehen in Schule und Ausbildung oft unter großem Druck. Der Workshop „Verrückt? Na und!“ bietet Jugendlichen ab 14 Jahren einen geschützten Raum, um offen über seelische Gesundheit, persönliche Herausforderungen und psychische Krisen zu sprechen.

Ein besonderes Tandem – persönliche und fachliche Perspektiven: Der Workshop wird von einem Tandem aus zwei Expert:innen geleitet: einer Person mit fachlichem Hintergrund (z. B. Psycholog:in, Sozialarbeiter:in, Therapeut:in) und einer Person mit eigener Erfahrung in psychischen Krisen. Dieses Zusammenspiel ermöglicht einen authentischen, lebensnahen Zugang zum Thema und schafft Vertrauen und Offenheit im Austausch.

Was erwartet die Teilnehmenden?

  • Sie lernen Warnsignale psychischer Krisen zu erkennen und einzuordnen.

  • Sie setzen sich mit typischen Belastungen im Jugendalter auseinander – wie Leistungsdruck, Selbstzweifel, familiäre Konflikte oder erste Beziehungserfahrungen.

  • Sie erfahren, wie es ist, mit psychisch erkrankten Eltern zu leben – und dass Kinder keine Schuld an der Erkrankung ihrer Eltern tragen.

  • Sie begegnen Menschen, die psychische Krisen gemeistert haben, und erhalten Mut machende Einblicke in deren Lebenswege.

  • Sie hinterfragen Vorurteile und Ängste gegenüber psychischen Erkrankungen.

  • Sie entwickeln Strategien zur Selbstfürsorge und lernen, wie sie sich selbst und anderen helfen können.

  • Sie erhalten Informationen über regionale und überregionale Hilfs- und Beratungsangebote.

Unsere Botschaft:
Psychische Probleme sind kein Tabu. Es ist in Ordnung, nicht immer stark zu sein. Wichtig ist, sich Hilfe zu holen – genauso selbstverständlich, wie man bei Zahnschmerzen zum Zahnarzt geht. Der Workshop ermutigt Jugendliche, auf sich und andere zu achten, offen über seelische Belastungen zu sprechen und sich frühzeitig Unterstützung zu holen.

Der Workshop wird – vorbehaltlich einer positiven Förderzusage sowie der Möglichkeit der Durchführung – angeboten.

Inhalte: psychische Gesundheit thematisieren, Erfahrungen teilen , Vorurteile abbauen, Hilfe stärken

Zielgruppe:ab der 8. Schulstufe
Termin:Dienstag 09.02.2027, 08:30 - 12:30 Uhr (5 UE) (Stadt Salzburg)
Mittwoch 10.02.2027, 08:30 - 12:30 Uhr (5 UE) (Stadt Salzburg oder Tennengau)
Ort:in der jeweiligen Schule

12. Robert-Jungk-Bibliothek - Wer gehört dazu? – Zukunftswerkstatt für Teilhabe und Gerechtigkeit in der Schule

Manche fahren auf Schulschikurs, andere nicht. Manche haben die neuesten Schulsachen, andere nicht. Manche reden offen über ihre Freizeitpläne – andere schweigen lieber.

Geld prägt den Schulalltag stärker, als wir oft wahrhaben wollen. Aber wie soll Schule eigentlich sein?

In dieser Zukunftswerkstatt nach Robert Jungk nehmen wir uns gemeinsam Zeit, genau hinzuschauen: Was läuft schief? Was wünschen wir uns? Und was können wir selbst verändern? Schüler:innen sind hier nicht nur passive Zuseher:innen – sondern werden zu Expert:innen ihres eigenen Alltags.Die Werkstatt gliedert sich in drei Phasen: Im Kritikteil benennen wir gemeinsam, was uns stört. In der Fantasiephase denken wir groß und suchen nach Ideen, wie der Schulalltag sozial gerechter sein könnte. In der Realisierungsphase entwickeln wir konkrete Ideen und erste Schritte.

Inhalte: Ungleichheit, Mitbestimmung, Utopie, Veränderung

Workshopleitung:Carmen Bayer und Johannes Haunschmid
Zielgruppe:ab der 8. Schulstufe
Termin:Mi, 10.02.2027, 8:30 – 13:00 Uhr
Ort:Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Strubergasse 18 2. Stock, 5020 Salzburg

13. Schuldenberatung Salzburg - jung und gscheit

In diesem interaktiven Workshop beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Geld und wie mit Geld umgegangen wird, um nicht in Schuldenfallen zu tappen. Wir bieten wertvolle Tipps und Tricks rund um das Thema Finanzen, die euch helfen, eure finanzielle Zukunft sicher und stabil zu gestalten. Erfahrt, wie ihr ein Budget erstellt und eure Ausgaben im Blick behaltet.

Lernt die häufigsten Ursachen für Verschuldung kennen und wie ihr diese vermeiden könnt. Entdeckt effektive Sparstrategien und die Grundlagen des Investierens, um euer Vermögen langfristig zu vermehren. Erhaltet praktische Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit Krediten und zur Schuldenreduzierung. Setzt realistische finanzielle Ziele und entwickelt einen Plan, um diese zu erreichen. Dieser Workshop richtet sich an alle Jugendlichen, die ihre finanzielle Situation verbessern möchten, unabhängig davon, ob sie bereits Schulden haben oder einfach nur präventiv handeln wollen.

Ziele des Workshops:

  • Ein besseres Verständnis für den Umgang mit Geld entwickeln.

  • Praktische Fähigkeiten zur Vermeidung von Schulden erlernen.

  • Strategien zur Verbesserung der finanziellen Gesundheit anwenden.

Inhalte: Finanzbildung und Schuldenvermeidung

Workshopleitung:Maximilian Seiwald
Zielgruppe:ab der 7. Schulstufe
Termin:Do, 11.02.2027, 10:00 - 12:00 Uhr
Ort:Schuldenberatung Salzburg, Alpenstraße 48A, 5020 Salzburg

14. StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt - Safe Kein Platz für Gewalt

Der Zusammenhang zwischen häuslicher Gewalt und Armut ist reziprok: Armut begünstigt das Auftreten von häuslicher Gewalt, während Gewalterfahrungen umgekehrt häufig in die Armutsfalle führen. Beide Faktoren verstärken sich in einer Wechselwirkung und machen es für Betroffene besonders schwer, sich aus der Situation zu befreien.

Der WHO zufolge (2022) kann Gewalt in der Kindheit die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems beeinträchtigen – die Folgen von Gewalt können sich negativ auf die kognitive Entwicklung auswirken.

In diesem Workshop werden gemeinsam die verschiedenen Formen der Gewalt thematisiert, anhand von Beispielen werden die Jugendlichen sensibilisiert und gleichzeitig bestärkt, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und Grenzen zu erkennen. Dabei wird auf die Auswirkungen von Gewalterfahrungen eingegangen und Hilfs- und Unterstützungseinrichtungen aufgezeigt.

Der zweite Teil des Workshops widmet sich dem Thema Zivilcourage. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, um die Selbstwirksamkeit zu aktivieren und das Selbstvertrauen der Jugendlichen zu stärken.

Workshopleitung:Eva Keyser und Birgit Radwanovsky
Zielgruppe:5. - 6. Schulstufe
Termin:

Mi 10.02.2027, 8:30 – 11:00 Uhr: für die 5.-6. Schulstufe;

Mi 10.02.2027, 13-15:30 Uhr: für die 7.-8. Schulstufe

Ort:Quartier Riedenburg, Leopoldskronstraße 6a, 5020 Salzburg

15. Straßenzeitung Apropos - Gespräch über Wohnungslosigkeit und Armut

Wie fühlt sich ein Leben ohne festen Wohnsitz an? Welche Wege führen in die Obdachlosigkeit – und welche wieder hinaus?

In diesem Workshop berichten Evelyne und Georg Aigner aus eigener Erfahrung. Als Verkäufer:innen auf der Straße erzählen sie ihre persönliche Geschichte: vom Verlust stabiler Lebensverhältnisse hin zu einem Alltag, der sich überwiegend im öffentlichen Raum abspielt. Ihre biographische Reise macht die oft unsichtbaren Lebensrealitäten obdachloser Menschen greifbar und zeigt zugleich, wie die soziale Unterstützungslandschaft in Salzburg funktioniert – und wie es gelingen kann, wieder Halt und Anschluss zu finden.

Im gemeinsamen Gespräch geht es nicht nur um Zuhören, sondern auch um Reflexion und Austausch. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die vielfältigen Herausforderungen, mit denen armuts- und wohnungslose Menschen konfrontiert sind, und setzen sich mit eigenen Wahrnehmungen, Fragen und Emotionen auseinander.

Ziele:

  • Einblick in Lebensrealitäten von Armut und Wohnungslosigkeit
  • Verständnis für soziale Ungleichheit und Hilfsangebote in Salzburg
  • Eigene Perspektiven reflektieren und Empathie stärken

Inhalte: Biografien, Reflexion, Sensibilisierung

Workshopleitung:Evelyn und Georg Aigner
Zielgruppe:Ab der 6. Schulstufe
Termin:Mo, 08.02.2027, 9:30-11:00 Uhr & Mi, 10.02.2027, 09:30-11:00 Uhr
Ort:Redaktion der Straßenzeitung Apropos, Glockengasse 10, 5020 Salzburg

16. Südwind Salzburg - Held:in in dir und Sprachen der Welt – Sprache des Friedens

Workshop 1: „Held:in in dir“

Wie entstehen Vorstellungen von Erfolg, Stärke und Held:innen? Und welche Rolle spielen Medien dabei?

Der Workshop verbindet Persönlichkeitsbildung mit Medien- und Demokratiekompetenz und unterstützt junge Menschen dabei, eigene realistische und stärkende Selbstbilder zu entwickeln. Im Mittelpunkt des interaktiven Workshops steht die Frage, wie Erfolgs- und Held:innenbilder in Filmen, Social Media und der Gesellschaft entstehen – und wie junge Menschen eigene, realistische und stärkende Selbstbilder entwickeln können. In Reflexionen und Diskussionen hinterfragen die Teilnehmer:innen Vorbilder, Leistungsdruck und gesellschaftliche Erwartungen. Der Workshop stärkt auch mit theaterpädagogischen Übungen Selbstbewusstsein, emotionale Resilienz, Medienkompetenzen, den respektvollen Umgang mit Vielfalt und Selbstfürsorge.

Spielerische, bewegungsorientierte und visuelle Methoden ermöglichen zusätzlich einen Zugang jenseits rein sprachlicher Kompetenz und fördern Inklusion und Beteiligung.

Zielgruppe:ab 13 Jahren, Sekundarstufe 1 & 2, junge Erwachsene
Termin:Mo, 08.02. - Do, 11.02.2027 möglich, Datum und Zeit nach Vereinbarung; Dauer: 150 Minuten
Ort:an der Schule/in der Einrichtung oder bei Südwind Salzburg

Workshop 2: „Sprachen der Welt – Sprache des Friedens“

Hello! Salam! Hola! Merhaba! – Sprache verbindet. In zwei interaktiven Einheiten entdecken Kinder spielerisch die Bedeutung von Mehrsprachigkeit für Verständigung, Empathie und ein friedliches Miteinander. Dabei werden soziale Kompetenzen und gewaltfreie Konfliktlösung gestärkt.

Österreichs Schulkinder sprechen rund 80 Sprachen, doch ihre Mehrsprachigkeit gilt vielfach als Bildungshürde. Diese mangelnde Wertschätzung wirkt sich negativ auf Selbstwert und Lernmotivation aus. Im Workshop erleben wir den Reichtum an Sprachen als Schatz, den wir hüten wollen. Weiters lernen die Kinder durch Bewegung, Rollenspiele und Reflexion besser zuzuhören, sich selbst wahrzunehmen und andere Perspektiven zu respektieren. Diese Achtsamkeit fördert den konstruktiven Umgang mit Konflikten und dient der Gewaltprävention.

Zielgruppe:3. und 4. Schulstufe
Termin:Mo, 08.02. - Do, 11.02.2027 möglich, Datum und Zeit nach Vereinbarung; Dauer: 150 Minuten
Ort:an der Schule/in der Einrichtung oder bei Südwind Salzburg

17. youngCaritas – Soli:Walk und Im Angesicht der Armut

Workshop 1: Im Angesicht der Armut: Haus Franziskus

Was bedeutet Armut? Ab wann ist man armutsgefährdet, wer ist in Österreich armutsbetroffen? Wie und wann und wo kann ich amrutsbetroffene Menschen unterstützen?

Armut betrifft nicht nur „die anderen“ – sie kann jede:n treffen. In diesem Workshop setzen sich Schüler:innen mit den Ursachen und Folgen von Armut auseinander und erfahren, wie soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft wirkt. Neben theoretischem Input besuchen die Teilnehmenden das Haus Franziskus, eine Einrichtung für Menschen in Not, und führen ein Gespräch mit Expert:innen aus der Sozialarbeit. Ziel ist es, Wissen zu vertiefen, Empathie zu entwickeln und gemeinsam nach Wegen zu suchen, wie Armut wirksam begegnet werden kann.

Inhalte: Einrichtungsbesuch, Expert:innen aus der Sozialarbeit

Workshopleitung:Elisabeth Stiebritz und Marlene Fuchs
Zielgruppe:Ab der 6. Schulstufe
Termin:Mi 10.02.27 & Do.11.02.27: jeweils 09:00–12:30 Uhr
Ort:Haus Franziskus, Anton-Graf-Straße 4, 5020 Salzburg

Workshop 2: Soli:Walk

Der Bahnhof als öffentlicher Raum und seine Umgebung haben für verschiedene Menschen ganz unterschiedliche Bedeutungen. So wird der Durchzugsraum für manch eine/n zum Sozialraum, in der das Private in der Öffentlichkeit stattfindet. Der youngCaritas Soli:Walk ist ein ca. 2-stündiger Rundgang im Salzburger Bahnhofsviertel. Er thematisiert Facetten der Armut und leistet Sensibilisierungsarbeit mit Betroffenen.

Beim Rundgang werden verschiedene Caritas-Einrichtungen aufgesucht.Dabei rücken Expert:innen-Gespräche im Haus Elisabeth, carlavelorep, Streetwork MoSES und Va an Va sowie die Lebensgeschichte zweier Apropos-Verkäufer:innen das Thema Armut vom sogenannten „Rande der Gesellschaft“ dorthin, wo sie tatsächlich stattfindet: mitten unter uns!

Inhalte: solidarischer Rundgang, Stimmen von Betroffenen, Einrichtungsbesuch

Workshopleitung:Elisabeth Stiebritz und Marlene Fuchs
Zielgruppe:Ab der 6. Schulstufe
Termin:Mo 08.02.27 & Di.09.02.27: jeweils 09:00–11:00 Uhr
Ort:Haus Elisabeth, Plainstraße 42a, 5020 Salzburg

18. zeit*raum*schaffen - Einstieg ins Berufsleben - Wer bin ich – und was will ich sein?

Ein Workshop zur Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und Rollenbildern.

Kurzbeschreibung: „Wir sind Tochter und Rebell*in. Neuankömmling und Einheimischer. Queer und gläubig. Pflegend und schutzbedürftig.

Manchmal alles auf einmal – und manchmal fragt uns jemand, warum wir uns nicht einfach für eine Seite entscheiden. Manche Merkmale öffnen Türen, andere schließen sie. Manche Zugehörigkeiten werden gefeiert, andere übersehen oder abgewertet. In diesem Workshop nehmen wir uns Zeit für genau diese Vielschichtigkeit:

Welche Rollen tragen wir ganz selbstverständlich, welche wurden uns zugeschrieben – und welche wollen wir selbst wählen? Welche Privilegien begleiten uns, welche Barrieren begegnen uns – und was hat das mit gesellschaftlichen Strukturen zu tun, nicht nur mit uns als Einzelpersonen? Wo erleben wir unsere Zugehörigkeiten als Herausforderung, wo als Stärke?"

Inhalte: Identität, Zugehörigkeit, Vielfalt

Workshopleitung:Christine Mösl und Anton Cornelia Wittmann
Zielgruppe:Ab der 6. Schulstufe
Termin:Mi, 10.02.2027, 10:00–13:00 Uhr
Ort:zeit*raum*schaffen - Einstieg ins Berufsleben GmbH, Eberhard-Fugger-Straße 5/1, 5020 Salzburg

19. Spektrum, JUZ IGLU - Armut betrifft – wir reden drüber!

Bei uns bekommen Kinder und Jugendliche Raum, um über ihre Erfahrungen mit Ungleichheit zu sprechen und ihre Sicht auf die Welt einzubringen. Im Rahmen der Themenwoche „Armut verstehen. Perspektiven schaffen.“ setzen wir uns gemeinsam mit jungen Menschen mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander.

Wir machen sichtbar, wie Armut das Leben beeinflussen kann, und schaffen Möglichkeiten, um darüber zu reden, Fragen zu stellen und neue Perspektiven zu entwickeln. Dabei geht es nicht um fertige Antworten, sondern um gemeinsames Nachdenken, Zuhören und Mitgestalten. Bei uns können junge Menschen erleben, dass ihre Meinung wichtig und Veränderung möglich ist.

Termin:Montag, 08.02. - Freitag, 12.02.2027
Ort:Verein Spektrum - Jugendzentren Taxham, Maxglan, Lehen und Forellenwegsiedlung
Jugendzentrum IGLU, Haydnstraße 4, 5020 Salzburg

20. Medienkoffer: Soziale Gerechtigkeit verstehen. Miteinander gestalten.

Der Medienkoffer bietet eine Sammlung praxisnaher Materialien, um mit Kindern und Jugendlichen über soziale Gerechtigkeit, Armut und unterschiedliche Lebensrealitäten ins Gespräch zu kommen.

Entstanden in Kooperation mit der Stadt:Bibliothek Salzburg, dem Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg sowie der Salzburger Armutskonferenz, eröffnet er einen altersgerechten Zugang zu gesellschaftlich relevanten Themen und unterstützt eine lebendige, dialogorientierte Bildungsarbeit.

Die Materialien sensibilisieren für die vielfältigen Dimensionen sozialer Ungleichheit – etwa in Bezug auf Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und Lebensbedingungen – und machen sichtbar, wie Armut den Alltag prägen kann. Gleichzeitig laden sie dazu ein, über Gerechtigkeit, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung nachzudenken.

Sie fördern Empathie, regen zur Reflexion eigener Haltungen an und helfen dabei, Vorurteile abzubauen sowie ein differenziertes Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten zu entwickeln.

Ziel ist es, junge Menschen zu ermutigen, sich aktiv mit sozialen Fragen auseinanderzusetzen und sich für ein respektvolles, solidarisches und gerechtes Miteinander einzusetzen.


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Die Tafel Österreich - Ernährungsarmut versus Ernährungssouveränität

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LEA - Gleichstark – Geschlechtergerechtigkeit macht Schule

M7 inklusive Kunst: Atelier, Galerie - Inklusiver Kreativworkshop

MISCHA – Medien in Schule und Ausbildung - Behind the News – Journalist:innen treffen Jugendliche

Pro Mente Salzburg - Verrückt? Na und!

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Schuldenberatung Salzburg - jung und gscheit

StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt - Safe Kein Platz für Gewalt

Straßenzeitung Apropos - Gespräch über Wohnungslosigkeit und Armut

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zeit*raum*schaffen - Einstieg - Wer bin ich – und was will ich sein?

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