9. Österr. Armutskonferenz – Programm

17. Juli 2012 Salzburger Armutskonferenz Gepostet in Allgemein, Forschung Keine Kommentare »

„Was allen gehört. Armut bekämpfen durch Gemeingüter und Kooperation“
Programm der 9. Österreichischen Armutskonferenz (23./24. Oktober 2012).

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Dokumentation „The spirit level“

21. Mai 2012 Salzburger Armutskonferenz Gepostet in Forschung, Ungleichheit Keine Kommentare »

Vorchau auf die Dokumentation und die Mögichkeit, diese auch zu erwerben!

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Vermögen nach der Krise

21. Dezember 2011 Salzburger Armutskonferenz Gepostet in Forschung, Ungleichheit Keine Kommentare »

Nun zum Download: Der vielbeachtete Eröffnungsvortrag von Martin Schürz auf der 5. Regionalen Salzburger Armutskonferenz mit dem Titel „Vermögen nach der Krise“.

Download Text Vortrag Vermögen nach der Krise (PDF)
ORF-Salzburg-Beitrag: Reichensteuer ist „Pimperlsteuer“ (mp3)

Fotos von der Konferenz unter: flickr

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Armutskapitel Familienbericht

5. Oktober 2010 Salzburger Armutskonferenz Gepostet in Familie, Forschung Keine Kommentare »

Das Kapitel zum Thema „Armut und Armutsbedrohung“ wurde nicht in den Familienbereicht 2009 aufgenommen, hier nun der Bericht, der es wert ist gelesen und diskutiert zu werden.

Download: Familienbericht 2009 – Kapitel Familienarmut

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Weniger Armut, weniger Wohlergehen

2. September 2009 Salzburger Armutskonferenz Gepostet in Forschung, International, Kinderarmut Keine Kommentare »

Ein aktueller  Bericht der OECD („Doing better for children„) zeigt, dass zwar die Armutsquote von Kindern und Jugendlichen in Österreich im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich hoch ist, dafür das Wohlergehen („Well-Being“) geringer ausgeprägt ist, wie auch in der Österreich-Analyse zu lesen ist:

Österreich gibt deutlich mehr Geld für Kinder und Jugendliche aus als die meisten anderen OECD‐Länder und trägt damit zu einer vergleichsweise guten finanziellen Ausstattung von Familien und Kindern bei. Es gelingt Österreich aber schlechter als anderen OECD‐Ländern, Chancengleichheit für Kinder herzustellen. Auch in anderen Bereichen sind die Lebensbedingungen für Kinder unbefriedigend (…) Trotz der großzügig bemessenen Mittel und des materiellen Wohlstands, schneidet Österreich bei der Herstellung von Chancengleichheit in Form eines gleichwertigen Bildungserfolgs deutlich schlechter ab als die meisten anderen OECD‐Länder.

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Das regionale Bild der Armut

19. Mai 2009 Salzburger Armutskonferenz Gepostet in Forschung, International 9 Kommentare »

Der Paritätische Wohlfahrtsverband für Deutschland legte am 18. 05. einen sog. Armutsatlas vor, um die teilweise erheblichen regionalen Unterschiede in der Armutsbetroffenheit sichtbar zu machen (armutsatlas >>). Aus dem Vorwort:

„Bundes- und Landesdurchschnitte nivellieren, verwischen, verdecken: Insbesondere verdecken sie problematische Strukturen oder Entwicklungen. Der Durchschnitt ist der Freund der Politik. Regionalisierung und Kartendarstellung lösen die Durchschnittsbildung auf. Das ist angemessener: Der Mensch lebt nicht im Durchschnitt, er lebt in der Region. Zahlenkolonnen zur Armut in der Region bekommen buchstäblich eine Färbung. Das kann dann mehr Farbe in einer Karte sein, als es so mancher gern hätte.“

Die österreichische Armutsberichterstattung beschränkt sich leider darauf, regionale Auswertungen des nationalen statistischen Datenpools zu präsentieren, die allerdings aufgrund der geringen Stichproben der meisten Bundesländer eine nur sehr geringe Aussagekraft haben.

Was im Bereich Pflege, Gesundheit oder Kinderbetreuung außer Frage steht, nämlich eine Maßnahmengestaltung aufgrund von empirischen Datengrundlagen, hat im Zusammenhang mit Armut und sozialer Ausgrenzung kaum politische Relevanz, einzig die Länder Tirol und Steiermark haben bislang in eine regionale Armutsberichterstattung investiert. Österreich weite Initiativen, umfassend regionale Armutsdaten zu erheben (z. B. über den Mikrozensus), sind bislang im Sande verlaufen, obwohl ein Blick auf die sozio-ökonomischen oder arbeitsmarktpolitischen Unterschiede zwischen den Bundesländern (aber auch innerhalb der Länder, siehe Salzburg!) ausreichend Argumentation für einen österreichischen „Armtsatlas“ bieten würde.

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NEU: Handbuch Armut in Österreich

1. April 2009 Salzburger Armutskonferenz Gepostet in Forschung Keine Kommentare »

Erstmals in Österreich: Ein Handbuch Armut, herausgegeben von Nikolaus Dimmel, Karin Heitzmann und Martin Schenk, 776 S.

Die Armutsbedrohung breiter Schichten auch des Mittelstandes ist eines der großen sozialen Probleme unserer Wohlstandsgesellschaft. Die Beiträge dieses Bandes geben einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich. Sie beschreiben Ursachen und Folgen der Armut, wobei sie zwischen Risiken (z. B. Geschlecht, Alter, Bildungsdefizite, Migration), Erscheinungs- und Bewältigungsformen differenzieren.

Einen weiteren Themenschwerpunkt bilden die bestehenden Instrumente der Armutsbekämpfung in Form von Initiativen privater und öffentlicher Träger. Ausblicke auf die künftigen Herausforderungen der Sozialpolitik im europäischen Kontext schließen den Band ab.

Eine unverzichtbare Grundlage für alle wissenschaftlichen, aber auch politischen Diskussionen über die Bewältigung der Armutsproblematik in unserer Gesellschaft!

Bestellung im Studienverlag >>

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Neuer Armutsbericht – wenig Neues!

17. März 2009 Salzburger Armutskonferenz Gepostet in Forschung Keine Kommentare »

Der am 16. 03. veröffentlichte aktuelle österreichische Armutsbericht (EU-SILC 2007) bringt (leider) wenig Neues:

  • Die Armutsgefährdung liegt bei 12 %, nach wie vor verfügen ca. 1 Mio. ÖsterreicherInnen (in Privathaushalten) über ein Haushaltseinkommen, das unter der offiziellen Armutsgrenze liegt (€ 912,- für einen Einpersonenhaushalt, gewichtet nach Familiengröße).
  • Die „manifest Armen“, also jene, bei denen zusätzlich zur Einkommensarmut noch eine weitere Teilhabebeschränkungen hinzukommen (Arztbesuch, neue Kleidung nicht leistbar etc.), machen 4,8 %, der Bevölkerng oder absolut 400.000 Personen aus):

  • Die überproportional von Armutsgefährdung betroffenen Gruppen bleiben im Wesentlichen ebenfalls unverändert: (Langzeit-)Arbeitslose, allein Erziehende, MigrantInnen, alleinstehende Personen, vor allem auch Pensionistinnen, gering Qualifizierte, größere Haushalte, Personen mit Behinderung.
  • Die Bundesländerauswertung, die aufgrund der geringen Stichprobe und großen statistischen Schwankungsbreite mit großer Vorsicht zu genießen ist, weist für Salzburg eine Armutsgefährdungsquote von 10,2 % aus.
  • Interessant eine neue Zahl: 9 % der befragten Haushalte (oder 730.000 Personen) erzielten 2006 ein Einkommen unter der Ausgleichszulage (Wert 2008) und damit auch unter den Werten für die geplante Bedarfsorientierte Mindestsicherung.
  • Der Schwerpunkt der aktuellen Erhebung befasst sich mit Wohnkosten und Wohnsituation und bringt interessante Details ans Tageslicht, so leben in Österreich rund 606.000 Menschen oder 9% aller
    Personen in Mehrpersonenhaushalten in einer überbelegten Wohnsituation, quantitativ mehr in Großstädten, darunter viele MigrantInnen.

Da der Erhebungszeitraum 2006 ein Jahr mit z. B. guter Konjunktur und geringer Arbeitslosigkeit war, lässt für die weiteren Erhebungen doch noch eine Steigerung der Zahlen erwarten.

Mehr Infos unter www.statistik.at >>

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Steigende Ungleichheit trotz Wachstum!

22. Oktober 2008 Salzburger Armutskonferenz Gepostet in Forschung, International Keine Kommentare »

Die gleichnamige Studie der OECD (mit ?) (>> www.oecd.org), die am 21. Oktober präsentiert wurde und einen – weiteren – empirischen Beweis dafür bringt, dass in fast allen westlichen Staaten Armut und Ungleichheit in den letzten 20 Jahren angestiegen sind, bringt zumindest aus österreichischer Sicht keine neuen Erkenntnisse, fasst die Situation allerdings recht gut zusammen:

  • Die Schere zwischen Arm und Reicht öffnet sich weiterhin (siehe Grafik unten). Der Verweis darauf, dass dies nicht so „dramatisch“ wie vereinzelt „medial dargestellt“ vor sich geht, klingt mit Verweis auf die verwendeten Daten nachvollziebar, ist aber genau aus diesem Grund auch nur die Halbe Wahrheit. Die Öffnung der Einkommensschere zeigt natürlich nicht die wachsende Kluft bei der Vermögensbildung, bei den Bildungs- und Arbeitsmarktchancen, bei der soziale und kulturellen Teilhabe, beim „kulturellen“ Kapital.

  • Dass Österreich im internatinalen Vergleich bei der Armutsbetroffenheit unter den am wenigsten betroffenen Ländern bzw. im unteren Drittel rangiert, war auch bisher bereits bekannt, ändert an den absoluten Zahlen jedoch nichts, dass nämlich mehr als 1 Million Menschen in Österreich von Armut gefährdet ist, die Hälfte davon, also ca. ~ 500.000 lebt in manifester Armut. Darüber hinaus sei darauf verweisen, dass internationale Vergleiche sinnvoll, aber auch mit Risiken behaftet sind (enorme Unterschiede bei den Armutsgrenzen, unterschiedlicher Anteil an sozialen, also nicht-monetären Leistungen, die das Bild verfälschen etc.).
  • Auch dass allein Erziehende Elternteile einem erhöhten Armutsrisiko unterliegen, ist alles andere als neu, wird lediglich wiederholt festgestellt. Die ableitbaren Forderungen wie eine dringend notwendige Reform des Unterhaltsrechts erscheint aber weiterhin nicht auf der politischen Agenda zu stehen.
  • Auch der Umstand, dass Trennung und Scheidung in Österreich mit einem erhöhten Armutsrisiko einhergehen, ist altbekannt und hat vor allem auch mit der generellen Ausgestaltung des Sozialstaates zu tun, der im internationalen Vergleich Existenzsicherung stark an die Familie bindet, im Gegensatz zu z. B. Schweden, wo indivdiduelle Existenzsicherung – und damit vor allem der Frauen – groß geschrieben wird.
  • Dass Österreich einen hohen Anteil der Sozialausgaben monetär leistet und dafür bei den sozialen Dienstleistungen, die allerdings ärmeren Bevölkerungsschichten besonders zu Gute kommen, einen geringeren Aufwand verzeichnet, ist ebenso bekannt wie auf den Forderungsprogrammen der Armutskonferenz zu finden.

Also: Das Fragezeichen hinter dem Titel: „Steigende Ungleichheit trotz Wachstum?“ kann getrost gestrichen und durch ein Rufzeichen ersetzt werden!

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