Recht haben und Recht kriegen I

Ein Literaturtipp im Zusammenhang mit der Bedarfsorientierten Mindestsicherung:

Recht haben und Recht kriegen.
Arbeitsbuch Sozialhilfe und Bedarfsorientierte Mindestsicherung

Recht haben und Recht kriegen ist nicht das Gleiche. Die Sozialhilfe verspricht viel (ein menschenwürdiges Leben) und gewährt wenig. Auch wer Sozialhilfe bezieht, ist noch immer arm. Nur 150.000 von etwa 500.000 akut Armen in Österreich beziehen „offene“ Sozialhilfe in Privathaushalten. Viele verzichten aus Scham auf die ihnen zustehenden Leistungen, ebenso viele scheitern an mangelnder Rechtskenntnis. Dabei geht es nicht um allgemeine Kenntnisse, sondern um konkrete Notlagen, etwa: Haben Sie einen Anspruch auf Übernahme der Kosten für einen Christbaumschmuck, eine Psychotherapie oder eine kaputt gegangene Waschmaschine? Die Mindestsicherung 2011 wird an diesem Umstand wenig ändern. Sie schreibt die alte Sozialhilfe in veränderter Form fort.

Neben einem Überblick über das Sozialhilfeverfahren, Rechtsansprüche und Anspruchsgrundlagen liefert Nikolaus Dimmel in einem praktischen Teil sowohl für SozialarbeiterInnen als auch für betroffene Sozialfälle eine wertvolle Handreichung.

Zugleich ist dieses Buch Teil eines „Sozialhilfe-WIKI“, das unter www.sozialhilferecht.at 2011 ans Netz gehen wird.

Nikolaus Dimmel ist Universitätsprofessor am Fachbereich Sozial- und
Wirtschaftswissenschaften der Juristischen Fakultät Salzburg.

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